Biografie

Paulina Sofie Kiss ist Musikerin und Komponistin mit Schwerpunkt auf experimenteller und elektronischer Musik. Sie ist beheimatet in Live Performance, Installationskunst und Komposition, erforscht die unendlichen Weiten der Klangwelten und sucht die Grenzen von Hörbarem und Unhörbarem in Ästhetik, Prozess und Ausdruck.

Sie wurde 1994 in Stuttgart geboren, wo sie im Alter von vier Jahren ihren ersten Geigenunterricht bei Ulrike Abdank erhielt. Später eroberte die Bratsche ihr Herz und konnte mit dieser ihre ersten Erfolge verzeichnen u.A. bei Jugend Musiziert. 

Ihr anschließendes Musikstudium absolvierte sie bei Professor Johannes Lüthy an der Musikhochschule Karlsruhe. Geprägt durch die Zusammenarbeit mit Professorin Marie-Bernadette Charrier, bei der sie während ihres Auslandjahres in Bordeaux außerordentlich inspirierenden Unterricht in Neuer Musik hatte, wandte sie sich immer mehr zeitgenössischer und experimenteller Musik zu.

Nach ihrem Abschluss im Sommer 2017 zog es sie nach Berlin. Sie beschäftigt sich seither spartenübergreifend unter anderem mit Komposition und Performance, in enger Zusammenarbeit mit Künstler*innen der bildenden und darstellenden Kunst und spielt in allerlei musikalischen Zusammenstellungen, mit denen Sie regelmäßig Konzerte gibt. 

Seit Oktober 2018 studiert sie Elektroakustische Komposition bei Professor Robin Minard am Studio für elektroakustische Musik (SeaM) in Weimar.

Ihr Instrumentarium wächst stetig an und längst über die Bratsche hinaus, doch es geht immer wieder darum, die Grenzen von Klang zu finden, ganz losgelöst vom klassischen Schönklang und Klangideal, ob frei improvisiert oder komponiert und konzipiert.

Bei ihrem Engagement im Vorstand der jungen norddeutschen philharmonie e.V. (jnp) liegt ihr vor allem die Aufklärung über gesellschaftspolitische Aspekte des Musik- und Ausbildungsbetrieb in der klassischen Musik am Herzen. 

Ein weiteres wichtiges Projekt und Arbeitsfeld ist das Detect Classic Festival, dessen Ziel die Verbindung verschiedener Musik- und Kunstrichtungen und deren Zielgruppen ist. Als Dramaturgin hat sie dort die Möglichkeit, ihre Philosophie, dass gute und schlechte Musik nicht abhängig vom Genre ist, in die Tat umzusetzen.